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Auswirkungen von Diabetes auf die Augengesundheit
Die Folgen eines erhöhten Blutzuckerspiegels lassen sich anhand eines Beispiels verdeutlichen: Wenn man in eine Tasse Tee 50 Würfelzucker, anstelle von nur einem, gibt, würde sich eine dickflüssige, zähe Flüssigkeit bilden. So verhält es sich auch mit dem Blut im Körper. Während das zähflüssige Blut weiterhin durch die größeren Arterien fließt, kann es in den kleineren Gefäßen, den Kapillaren, stagnieren. Dies führt häufig zu peripheren Durchblutungsstörungen bei Diabetikern, beispielsweise in den Zehen. Infolgedessen gelangt der lebensnotwendige Sauerstoff nicht mehr in alle Gewebestrukturen, die ihn dringend benötigen, um ihre Funktionen zu erfüllen.
Frühzeitige Diagnose und Behandlung
Bei einem Sauerstoffmangel im Auge versucht die Netzhaut, dieses Defizit auszugleichen, indem sie neue Blutgefäße bildet. Diese Neubildungen sind jedoch strukturell schwächer als die Wände gesunder Blutgefäße, was zu sogenannten "Leckagen" führt, bei denen Flüssigkeit aus den Gefäßen in das umliegende Gewebe austritt. Es kann zu verschwommenem Sehen oder sogar zu einem Verlust des zentralen Sehens führen. Das diabetische Makulaödem ist eine häufige Komplikation bei Menschen mit Diabetes. Bereits geringe Blutdruckschwankungen können dazu führen, dass diese neu gebildeten Gefäße reißen, was massive Einblutungen in das Innere des Augapfels zur Folge haben kann. In solchen Fällen besteht die einzige Möglichkeit, das Augenlicht zu retten, in einer komplexen Operation, der Vitrektomie, bei der der gesamte Glaskörper, zusammen mit der Einblutung, entfernt wird.
Regelmäßige Kontrollen schützen Ihre Sehkraft
Um Komplikationen vorzubeugen, ist es entscheidend, frühzeitig darauf zu achten, dass Diabetes keine Schäden an den Augen verursacht. Die durch Diabetes bedingte Erkrankung der Netzhaut wird als diabetische Retinopathie bezeichnet und lässt sich in verschiedene Stadien unterteilen. Milderen Veränderungen kann durch eine Optimierung der Diabetesbehandlung entgegengewirkt werden. Ein wichtiger Indikator hierfür ist der HbA1c-Wert, der idealerweise nicht über 6,5 % liegen sollte. Die jährliche Kontrolle umfasst in der Regel eine Netzhautspiegelung bei weitgeöffneten Pupillen. Bitte beachten Sie, dass durch die Pupillenerweiterung das Sehen für 4 bis 6 Stunden verschwommen bleibt. In diesem Zeitraum dürfen Sie kein Fahrzeug führen. Alternativ kann die Untersuchung mithilfe eines spezialisierten bildgebenden Verfahrens durchgeführt werden, das eine Pupillenerweiterung überflüssig macht. Diese Methode ist jedoch eine individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) und somit kostenpflichtig. Sollte die Augenhintergrunduntersuchung Auffälligkeiten zeigen, können zusätzliche Untersuchungen erforderlich sein, wie die optische Kohärenztomographie (OCT) oder die Fluoreszenzangiographie, um genauere Einblicke in den Zustand der Netzhaut zu erhalten.
Lasertherapie und intravitreale Injektionen
Sind bereits fortgeschrittene diabetische Veränderungen an der Netzhaut aufgetreten, ist eine dringende augenärztliche Behandlung erforderlich. Diese kann beispielsweise Lasertherapien oder intravitreale Injektionen umfassen.
Lasertherapie: Durch gezielte Laseranwendungen können abnorme Blutgefäße verödet werden, was das Fortschreiten der diabetischen Retinopathie verlangsamt und das Risiko eines Sehverlusts verringert.
Intravitreale Injektionen (IVOM): Diese moderne Therapieoption wird zur Behandlung des diabetischen Makulaödems eingesetzt. Dabei wird ein Medikament direkt in den Glaskörper des Auges injiziert. Die IVOM-Therapie wird in der Regel in mehreren Sitzungen durchgeführt, abhängig von der Schwere des Makulaödems und der individuellen Reaktion des Patienten auf die Behandlung.
Regelmäßige Nachuntersuchungen sind wichtig, um den Verlauf der Erkrankung zu überwachen und gegebenenfalls Anpassungen in der Therapie vorzunehmen.
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